Marihuana, Cannabis, Gras - alles verschiedene Bezeichnungen für ein und dieselbe Pflanze: Hanf.
Seit 50 Jahren ist Hanf die populärste illegale Droge der Welt. Davor war das Kraut eine der weltweit bedeutendsten Kulturpflanzen. Noch im letzten Jahrhundert wurde seine robuste Faser zu Papier, Textilien und Seilen verarbeitet. Aus Hanfsamen wurden Nahrungsmittel und Öl gewonnen, aus den Blüten Medizin.Heute gibt es Züchtungen ohne berauschende Nebenwirkungen, mit denen das vielseitige Kraut ein großes Comeback erleben könnte. Trotzdem ist Hanfanbau grundsätzlich illegal. Kürzlich haben zwar einige Länder, darunter Frankreich, England und Österreich drogenfreie Sorten vom Verbot ausgenommen und die EU fördert den Hanfanbau mit über 10 000 Schilling pro Hektar. Gleichzeitig werden weltweit Ernten für Milliarden Dollar jährlich verbrannt und mit der chemischen Keule ausgerottet.
Woher diese Angst vor Hanf? Warum die weltweite Dämonisierung der uralten Nutzpflanze Marihuana? Wieso diese militärische Kriegsführung gegen das vom Stängel bis zum Samen vollständig verwertbare Milliarden Dollar Kraut?
"Soweit wir wissen hat Cannabis auf der Welt keinen einzigen Drogentoten verursacht. Alkohol dagegen fordert täglich Tote durch seine akute toxische Wirkung, wie durch seine Langzeitwirkung. Warum die Gefahren von Alkohol und Cannabis in der Öffentlichkeit trotzdem genau umgekehrt dargestellt werden, das muss sich jeder selbst fragen."
In seiner Freizeit widmet sich Dr. Katelaris ganz der Wiederbelebung einer Pflanze, die die australische Regierung seit Jahrzehnten ausrotten will.
"Aus medizinischer Sicht ist es absolut scheinheilig, dass Cannabis mit seinem vielfältigen Nutzen, zum Beispiel für AIDS-Kranke nicht angewendet werden darf. Marihuana sollte jedem, dem es hilft, zur Verfügung stehen. In einem erbärmlichen Zustand sind auch Millionen Hektar von Ackerland, sie schreien regelrecht nach einer bodenverbessernden Bepflanzung. Hanf mit seinen feinen, das Erdreich lockernden Wurzeln, könnte sämtliche Felder des Landes verjüngen."
Dieser Meinung sind auch viele australische Farmer, die in dem verbotenen Kraut eine Alternative zur Baumwolle sehen.
"Wenn Angst und Ablehnung der Leute beim Thema Marihuana einmal verschwunden sind und sie darin keine Droge, sondern eine normale Nutzpflanze sehen, dann wäre der Hanfanbau eine feine Sache."
Der Stoff, den die Kiffer lieben, findet sich nur in den Blättern und Blüten der Pflanze, in Dosierungen von 10 bis 15 Prozent. Längst gibt es aber Sorten, bei denen der Anteil der psychoaktiven Substanz Tedrahydrocannabinol, kurz THC, bei unter 0,... Prozent liegt. Davon könnten Cannabisfans ein ganzes Feld rauchen und würden höchstens Kopfschmerzen bekommen. In fast allen Ländern verfolgt die Drogenpolizei aber auch den Anbau dieser Sorten, trotz ihrer riesigen industriellen Möglichkeiten.
"Der Wert des Hanfes liegt in seiner langen, festen Faser rund um den Stängel, sie ist die stärkste aller Naturfasern, dreimal stabiler als Baumwolle, hervorragend für Textilien geeignet. Früher wurden auch Seile, Zwirn und Papier aus Hanffaser gemacht. Die kurzen Fasern im Inneren bestehen zu 77 Prozent aus Zellulose und können zu umweltfreundlichen alkoholischen Treibstoffen, wie Ethanol, werden. Auch biologisch abbaubare Kunststoffe, wie zum Beispiel Zellufan, lassen sich daraus herstellen. Hanf ist also eine extrem nützliche Pflanze."
Über 12 000 Jahre bedient sich die Menschheit schon beim Hanf. Das Kraut gehörte zu den meistgeernteten Waren der Welt. Für das junge Amerika war Hanf so wichtig, dass sein Anbau staatlich gefördert wurde. Cannabis war ein legales Zahlungsmittel, auch für Steuern. Schiffe stachen jahrhundertelang mit Segeln und Takelage aus Hanf in See. Van Gogh malte, wie die meisten Künstler, auf Hanfleinwand. Die Original Levis-Jeans und sogar die amerikanische Flagge bestanden aus Hanf. In England nahm Königin Viktoria bei Menstruationsbeschwerden Cannabisextrakt.
Heute sprießt hier im Süden der britischen Inseln der erste legale Cannabis seit fast 50 Jahren. Mit voller Unterstützung der Regierung bauen etwa 30 Landwirte nach nur einer Testernte auf gut 600 Hektar drogenfreien Hanf an.
Die Idee dazu entstand in dieser privaten landwirtschaftlichen Handelsgesellschaft.
Die Idee dazu entstand in dieser privaten landwirtschaftlichen Handelsgesellschaft.
"Unsere Firma war schon immer sehr aufgeschlossen für neue Geschäftsideen. Wir waren schon Pioniere in Sachen Sonnenblumen- und Leinsamenanbau. Hanf ist also nicht unser erstes Risikoprodukt, sicher aber unser kniffligstes."
"Die Tatsache, dass Hanfanbau grundsätzlich illegal und nur mit speziellen Genehmigungen möglich ist, macht uns das Leben ganz schön schwer."
Angefangen hat die Renessaince der britischen Cannabisindustrie mit Pferdestreu aus Hanf. Das wachsende Interesse von Papier- und Textilindustrie an dem gefiederten Kraut spornte das Unternehmen zu einer Millionen Dollar Investition in spezielle Technologien zur Hanfverwertung an. Aufgrund einer vorsichtigen Marktanalyse rechnet die Firma mit beträchtlichen Gewinnen, trotz des unklaren rechtlichen Status der Pflanze.
Die weltweite Prohibition begann um die Jahrhundertwende in den USA, als der Cannabisstern schon im Sinken war. Das Zeitalter der Dampfmaschine bremste die Nachfrage nach Hanfsegeln und -seilen. Außerdem widersetzte sich die robuste Faser hartnäckig jedem Versuch, sie maschinell zu ernten. Was ihr Schicksal besiegelte, war aber die wachsende Hysterie vor der Freizeitdroge Hanf.
"Diese harmlos aussehende Zigarette begegnet dir in den unschuldigsten Verkleidungen. Wenn du sie aber anzündest und den Rauch einatmest, riskierst du den Tod, denn dieser Killer und sein Dealer haben vor niemanden Respekt."
Der Genuss des entspannenden, leicht beflügelnden Rauschmittels ist uralt. Cannabiskonsum lässt sich über Jahrtausende bis nach Indien zurückverfolgen, wo Hanf heute noch als Hilfe auf dem Weg zur Erleuchtung geschätzt wird. Über den mittleren Osten verbreitete sich Cannabis nach Afrika und kam mit den Sklaven nach Amerika. Um die Jahrhundertwende brachten mexikanische Einwanderer das Kraut in die USA. Es war dieselbe Pflanze, die Amerikaner tonnenweise ernteten. Das Grün zu rauchen kam den US-Bürgern jedoch spanisch vor und wurde mit Misstrauen und Angst beäugt. 1914 wurden in El Paso an der mexikanischen Grenze die ersten Anti-Marihuana Gesetze erlassen. Sie sollten nicht nur den Cannabiskonsum, sondern auch die hohe Zahl mexikanischer Einwanderer eindämmen. Gleichzeitig begann eine Ära puritanischer Enthaltsamkeit. Drogen aller Art wurden immer mehr verteufelt. Allen voran Alkohol als Staatsfeind Nr. 1. Mit einer Flut von Gesetzen und bürokratischen Verfahren wurde der Unmoral der Krieg erklärt - allerdings mit wenig Erfolg. 1933 nach Aufhebung der Prohibition aus steuerlichen Gründen wurde ein neuer Sündenbock für den sozialen und moralischen Niedergang des Landes gesucht - und in Marihuana gefunden.
Dieser Mann hat die Dämonisierung von Cannabis am weitesten getrieben: Regierungsbeauftragter Harry Anslinger, ehemals zweiter Mann in Sachen Alkoholprohibition, von 1930 bis 1962 Kopf der Bundesbehörde für Betäubungsmittel.
"Harry Anslinger war die bedeutendste Einzelperson in der Geschichte der Drogenpolitik der Vereinigten Staaten. Mehr als jeder andere ist Anslinger verantwortlich für die Unterdrückung, Verfolgung und Bestrafung jedes Drogengebrauchs im letzten halben Jahrhundert."
Anslinger machte sich für ein bundesweites Verbot von Marihuana stark. Nur so konnte auch seine Bundesbetäubungsmittelbehörde als Kontrollorgan dauerhaft existieren.
US-Historiker McWilliams ist überzeugt, dass Harry Anslinger bewusst die öffentliche Unwissenheit über Marihuana ausgenutzt hat, um sein bürokratisches Imperium aufrecht zu erhalten.
"Anslinger verewigte viele Mythen um Marihuana. Seine Wirkung übertrieb er stark, bezeichnete es als "Killerkraut" und als "Attentat auf die Jugend", es verführe die Konsumenten zu abscheulichen Gewaltakten und könne sogar Geisteskrank machen. "
Die Attacken gegen Cannabis enthielten auch ein stark rassistisches Element. 1937 berichtete Anslinger dem US-Kongress, Marihuanarauchen werde von Schwarzen, Mexikanern und Künstlern propagiert.
Die amerikanische Regenbogenpresse unterstützte Anslingers Propaganda voll. Zeitungsmagnat Randolph Hearst führte nach eigenen Worten einen "erbarmungslosen Kreuzzug gegen das betäubende Übel".
Die amerikanische Regenbogenpresse unterstützte Anslingers Propaganda voll. Zeitungsmagnat Randolph Hearst führte nach eigenen Worten einen "erbarmungslosen Kreuzzug gegen das betäubende Übel".
"Anslinger begann Marihuana als das Böse schlechthin zu brandmarken. Randolph Hearst sprang auf den Schauergeschichtenzug auf und veröffentlichte hunderte Sensationsberichte über Marihuanakonsumenten, die unter Einfluss des Krauts angeblich die abscheulichsten Dinge taten. Sie passen hervorragend zu der marktschreierischen Aufmachung der meisten Randolph Hearst Blätter. Die Öffentlichkeit nahm sie mangels anderer Informationen für bare Münze. Diese einseitige Meinungsmache unterstützte wiederum Anslingers Anti-Marihuana-Feldzug, womit sich die Interessen der beiden wunderbar ergänzten."
1937 hatte es Anslinger geschafft: Der Kongress entschied gegen die Interessen der Hanfindustrie und der Medizin und erklärte die Pflanze für illegal. Cannabis wurde als ebenso gefährliches Betäubungsmittel eingestuft wie Heroin und Kokain. Eine neutrale Untersuchung seiner Wirkungen fand nie statt.
"Wahrscheinlich wurde in der Wissenschaft schon immer manipuliert. 1937 erklärten uns Wissenschaftler, Cannabis würde Leute zum Töten verführen. Schlechte Wissenschaftler waren das. Heute gibt es Wissenschaftler, die behaupten, Cannabis würde die Antriebskräfte und Gehirnfunktionen verändern. Auch das sind schlechte Wissenschaftler, weil sie keine Beweise für ihre Behauptungen haben. Alles, was sie haben, sind rückblickende Spekulationen. Sie finden Menschen in Schwierigkeiten, stellen fest, dass diese Leute Cannabis rauchen und machen daraus ein simples Ursache-Wirkungs-Konzept. Das sieht etwa so aus: Mein Sohn war immer ein prima Kerl, dann hat er angefangen Cannabis zu rauchen und jetzt ist er ganz schlecht in der Schule, das kann nur vom Cannabis kommen. Falsch, es muss nicht vom Cannabis kommen. Vielleicht raucht er Cannabis gerade weil er in der Schule nicht gut und unglücklich ist. Wir haben Vergleiche zwischen Langzeit- und Nichtkonsumenten angestellt. Es gab keine Unterschiede in den intellektuellen Fähigkeiten oder Bewusstseinsfunktionen."
John Morgan, Pharmakologe an der städtischen Universität New York, ist spezialisiert auf die Untersuchung illegaler Drogen, dazu gehört auch Marihuana.
"Ich erforsche die Schädlichkeit von Marihuana, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, vom Nutzen und Risiko dieser Substanz. Sie verdient auf jeden Fall eine sachliche, wissenschaftlich saubere Untersuchung anstelle der bisherigen blinden Verurteilung.Als Freizeitdroge interessiert mich Marihuana überhaupt nicht, aber alle anderen Nutzungsmöglichkeiten finde ich faszinierend. Als Medikament kam Marihuana durch eine Umfrage der Harvard-Universität unter 1000 amerikanischen Krebsspezialisten wieder ins Gespräch.
"Sie fragten diese Spezialisten, ob sie Cannabis als Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, zum Beispiel während der Chemotherapie kennen, ob sie es Patienten jemals empfohlen haben und ob es legal erhältlich sein sollte. Das Ergebnis war für viele überraschend: Über die Hälfte der Ärzte würden Cannabis verschreiben, wenn es erhältlich wäre, ein Viertel der Ärzte hatte es Patienten sogar schon empfohlen. Die amerikanische Regierung hat die Erforschung von Marihuana sehr wirksam verhindert, vor allem was seine therapeutische Anwendung angeht. Nicht, dass es keine Mittel für die Marihuanaforschung gibt: Wenn jemand die Schädlichkeit der Droge beweisen möchte, kann er sogar beträchtliche Mittel bekommen. Diese Geldvergabepolitik bestimmt jedoch die Marihuanaforschung der USA. Unsere Versuche Gelder für therapeutische Marihuanaexperimente zu bekommen, stecken wirklich noch in den Kinderschuhen."
"Marihuana ist eines der wertvollsten pflanzlichen Medikamente der Welt. Es hilft bei grünem Star, Epilepsie, Asthma, Menstruationskrämpfen, Schlaflosigkeit, Essstörungen, Muskelfehlspannungen. Aber die Pharmaindustrie sah diese ganze Negativpropaganda mit an und hielt den Mund. Niemand kümmert sich um die andere Seite. Unser Magazin ist die einzige Informationsquelle über den Nutzen der Pflanze."
HIGH TIMES ist weltweit das einzige Magazin, das sich ganz dem Marihuana verschrieben hat und der konventionellen einseitigen Meinung sachliche Information entgegensetzen will.
"Mit den Fakten, die wir in HIGH TIMES bringen stellen wir die Opposition im Drogenkrieg dar. Was die Regierung am meisten fürchtet ist sachliche Information über Marihuana. Vielleicht glorifizieren wir die Pflanze etwas, aber irre führen wir niemanden. Marihuana stimuliert nun einmal die Lern- und Erinnerungszentren, das sind sehr empfindliche Teile des Gehirns und Kinder sollten deshalb die Finger von dem Kraut lassen. Das gilt auch für manche Erwachsene, wenn die nach dem Aufwachen den ersten Joint drehen und dann den ganzen Tag lang weiter rauchen, ohne dass es medizinische Gründe dafür gibt, dann ist das schlicht Marihuanamissbrauch."
"Was Marihuana als Droge angeht, es kann wie andere Drogen auch, auf das Gehirn einwirken und Wahrnehmung, Verhalten und Reaktionszeiten verändern. Es ist zwar ein leichtes Rauschmittel, aber es berauscht. Unter Marihuanaeinfluss können also Fehler passieren, man kann schwerfälliger werden und sollte wahrscheinlich nicht Auto fahren. Aber wenn hunderttausende von jungen Leuten allein für den Besitz verhaftet werden, ist das politisch wie moralisch falsch. Dann ist das Gesetz eine größere Gefahr als die Droge selbst."
Eines der wenigen Länder, das sich gegen die Prohibition von Marihuana gestellt hat, ist Holland. Die Hanffaserindustrie wurde hier vom Staat wieder belebt. Umgerechnet über 150 Millionen Schilling wurden in die Entwicklung von drogenfreien Hanfsorten investiert. Mit europaweit einzigartiger Toleranz sieht man hier auch den "high"-machenden Hanf.
"Der Krieg gegen Drogen ist nicht zu gewinnen. Unsere Politik ist, Drogenkonsumenten nicht zu kriminalisieren, besonders nicht die Nutzer von "weichen" Drogen. Durch die Legalisierung von weichen Drogen ist der Verbrauch in Holland kein bisschen angestiegen. Daran sieht man, dass Politiker das Drogenproblem schlicht überschätzen.
Auf der Suche nach Alternativen für die holländische Landwirtschaft haben sich auch 40 Wissenschaftler drei Jahre lang ganz dem Hanf gewidmet.
"Ich bin wirklich sehr begeistert von Hanf. Diese uralte Nutzpflanze ist völlig zu Unrecht untergegangen. Deshalb bin ich jetzt richtig stolz, an ihrem Comeback mitzuarbeiten. Die Samen enthalten Öl und Proteine, also hochwertige Nahrungsmittel für Mensch und für Tier. Als ich vor kurzem im Hanfforschungsinstitut der Ukraine war, gab es zum Beispiel Hanföl als Salatdressing. Auch industriell, etwa als Trockenmittel bei der Herstellung von Farbe, kann es vielfach verwendet werden."
Die größten Marktchancen fanden die Holländer aber in der Papierproduktion aus Hanf. Sie verarbeiten ihn mit verschiedenen Methoden zu Brei.
Hier kommt die Rohfaser in eine Mühle, wo Hitze und Druck sie zu Fasermasse pulverisieren. Dann wird die Faser mit Wasser gemixt. Wenn das Wasser trocknet verbinden sich die Fasern zu einem Blatt Hanfpapier. Doch damit ist das Potential des Krauts nicht erschöpft: Alles, was Holzfasern enthält, kann auch aus Hanf hergestellt werden. Von Pappe bis Zeitungen, von Kosmetiktüchern bis Bibelpapier. Und das immer wieder. Beeindruckende 70 Prozent des Altpapiers werden in Holland recycelt. Nur: Je mehr Papier wiederverwertet wird, desto schwächer wird das Endprodukt. Die robuste Hanffaser bringt die ideale Verstärkung ins Recyclingpapier und füllt eine Marktlücke, in der jährlich Milliarden Dollar stecken.
Am anderen Ende der Welt in Tasmanien, dem südlichsten Anhängsel Australiens: Hier schaut sich Anne Segelmüllers Tochter dem Wald zuliebe ebenfalls nach einer Alternative zu Papier aus Bäumen um.
"Wenn mein Vater im Wald Bäume fällte, blieb alles intakt, man konnte nicht sehen, wo gefällt war. Das Unterholz blieb genauso am Leben wie die Tiere. Aus Liebe zum Wald fing ich also an zu experimentieren. Als erstes stellte ich einigermaßen schockiert fest, das Holz absolut nicht das beste Rohmaterial für Papier ist. Das wird es nur durch haufenweise Energie und Chemikalien, aber von seiner natürlichen Faser her taugt es dafür nicht. Die besten Naturfasern sind einjährige Pflanzen wie Flachs und vor allem Hanf. Unglaublich, dass jemand eine Pflanze verdammen konnte, die sich von Natur aus so wunderbar für tausend Sachen eignet.
Mit dieser letzten von drei genehmigten Versuchsernten muss Hanf sich als Holzersatz in Tasmaniens riesiger Papierfaserindustrie bewähren. Trotz seines lächerlich geringen THC-Gehalts bestand die Drogenbehörde auf einer Vernichtung der Blüten, damit niemand mit dem Scheinmarihuana illegale Geschäfte machen kann. Ein Teil der Ernte wandert nach Australien ins Forschungslabor der größten Zeitungspapiermühle im Känguruland. Hier werden über eine halbe Million Tonnen Bäume jährlich zermahlen. Aber das ist nur ein Bruchteil der neun Millionen Tonnen, die Australien jährlich für Papier- und Holzfasern fällt. Das Holz in diesem Lager reicht gerade für das morgige Zeitungspapier der 17 Millionen Australier. Wegen der öffentlichen Empörung über die Abholzung alter Wälder ist die Papiermühle kürzlich auf Holzplantagenwirtschaft umgestiegen. Aber das schnell wachsende Kiefern- und Eukalyptusholz braucht eine stärkere Faser, damit es brauchbares Papier ergibt. Die Firma importiert deshalb für 20 Millionen Dollar jährlich Fichtenfasern.
"Die müssen wir dem Zeitungspapier beigeben, damit man es handhaben kann. Hanf kann zu dieser nötigen Verstärkung beitragen, aber dazu braucht es eine spezielle Behandlung und neue Geräte, also billig wird das nicht." "Obwohl die Papiermühle ein beträchtliches Interesse an der neuen Ökofaser hat, steckt ihre Entwicklungsarbeit noch in den Kinderschuhen. Das kurzfristige Problem des Hanf ist: Die Weltmarktpreise für Papierfaser werden gegenwärtig unnatürlich niedrig gehalten, was einen Wettbewerb schwierig macht. Viele abgeholzte Wälder können ohne Aufforstung nicht nachwachsen. Natürliche Wälder abzuholen und sie durch nichts, bestenfalls durch Plantagen zu ersetzen, ist eine billige Rohstoffbeschaffung auf Kosten der Natur. Wenn man die Umweltschäden mitrechnet dann sind die gegenwärtigen Preise für Holz und Holzfaser viel zu niedrig. Nicht eingerechnet werden auch die Umweltschäden durch Chemikalien, auch da kommt Hanffaser mit weit weniger aus als Holzfaser. Solche Umweltvorteile müssen bei der Vermarktung von Hanfprodukten im Vordergrund stehen. Wir müssen die Käufer davon überzeugen, dass Hanfpapier mehr Geld wert ist, weil es weniger schädlich ist."
Genau das hat ein britischer Drucker getan und damit einen boomenden Markt für baumfreies Papier eröffnet. Er hat mehr Kunden als Ware, denn Cannabisfaser ist auf dem Weltmarkt knapp.
"Es war gar nicht einfach, überhaupt eine Quelle für Hanffaser zu finden. Es gibt sehr wenige Anbieter und wir haben erst 1991 jemanden gefunden, der uns beliefern kann. Seitdem machen wir Partien von fünf Tonnen auf einen Schlag, dafür war der Markt sofort da. Die Leute sehen die Qualität unseres Papiers und sagen: "Es ist das derzeit beste Hanfpapier der Welt." Für dieses Jahr haben wir uns die gesamte britische Faserhanfernte gesichert und werden so um die 2000 Tonnen Hanfpapier machen."
Im amerikanischen Bundesstaat Oregon gibt es sowohl einige der größten Rotholzwälder, als auch einige der größten Holzschnitzel- und Fasermühlen der USA. Der Besitzer des größten Holzlagers im Staat steht voll auf Hanf. Nicht nur als Papier, sondern auch als alternativer Rohstoff für die Massivbauindustrie.
Solche vergessenen Fakten enthüllt ein Sachbuchbestseller von 1986 mit dem Originaltitel "Des Kaisers neue Kleider". Auf deutsch heißt es schnöde "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf". Sein Autor ist bis heute ein eingeschworener Hanffan.
Für diese Hanfhäuser gibt es tausende Vorbestellungen aus ganz Europa. Aber wie so viele andere Cannabisprodukte wird auch dieses durch die Restriktionen für den Anbau des Krauts arg behindert.
"Wir sind seit vielen Jahren in der Holzindustrie und wir fressen buchstäblich Millionen Hektar Wald weg wegen des Fasergehaltes der Bäume. Die meisten Bäume werden tatsächlich nur als Faserlieferanten genutzt, nicht als Baumaterial. Wir brauchen dringend einen sich nicht verknappenden Ersatz für Holz. Wenn wir Hanf als Faserrohstoff benutzen und es in der Menge anbauen, die wir brauchen, dann sinkt auch der Preis. Geben sie dem Hanf zwei Jahre und er wird billiger als Holz sein. Schließlich braucht das Kraut nur 120 Tage bis zur Ernte, nicht mehrere hundert Jahre. Holz oder Hanf, das ist also keine Frage."Bills Vertrauen in die Zukunft des Hanf wird gestärkt durch die Hanfpartikelplatten, die seine Firma von der renommierten Forstwirtschaftsfakultät der Washington State Universität bezieht.
"Diese Bretter haben Weltklasse. Sind genauso gut wie die aus jeder anderen Fabrik hier und wir haben eine Menge Holzfabriken in Oregon. Eine davon, ein Stück südlich von hier, verbraucht jeden einzelnen Tag 700 Tonnen Baumfaser. Allein mit solchen Brettern machen sie drei Milliarden Dollar im Jahr. So eine Fabrik zu bauen kostet an die 100 bis 150 Millionen Dollar, deshalb ist es für uns wichtig, dass wir mit der bisherigen Technik weiterarbeiten können. Was wir zusammen mit der Washington State Universität herausgefunden haben: Hanf ist nicht nur ein prima Holzersatz, der mindestens so erstklassige Bretter wie die von der Douglas-Tanne abgibt, wir können sie auch mit der gleichen Technik herstellen. Die Washington State Universität benutzt exakt die gleiche Technik wie die Holzschnitzelwerke hier. Und es funktioniert. Damit ist nicht nur bewiesen, dass Hanf funktioniert, wir haben auch schon Leute in der Branche, die ihn sofort benutzen würden, wenn wir ihn liefern könnten. Auch Kunden für das Produkt gibt es schon. Es ist also alles fix und fertig. Fehlt nur noch eins: Die Möglichkeit Hanffaser hier im Land anzubauen, um die Mühlen zu versorgen. Um die Wahrheit zu sagen: Wir müssen weltweit Hanf anbauen und den weltweiten Faserbedarf durch jährliche Ernten decken, anstatt jahrhunderte alte Bäume zu zersägen."Eines der außergewöhnlichsten unter den tausenden von Hanfprodukten ist Henry Fords Plastikauto. Es wurde 1941 mit Zellulosefasern aus Hanf, ... und Weizenstroh gebaut und sollte mit Hanföl betrieben werden. Das Plastik war leichter als Stahl und konnte trotzdem zehnmal mehr aushalten ohne zu verbeulen.
Solche vergessenen Fakten enthüllt ein Sachbuchbestseller von 1986 mit dem Originaltitel "Des Kaisers neue Kleider". Auf deutsch heißt es schnöde "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf". Sein Autor ist bis heute ein eingeschworener Hanffan.
„Der Hanfsamen löst alle unsere Cholesterin- und sonstigen Arterienverstopfungsprobleme. Und wir haben ihn verboten. Offenbar wussten unsere Politiker nichts davon, sonst müsste man sie als geisteskrank einsperren. Wenige Leute wissen überhaupt, dass Hanf und Marihuana das gleiche sind. Bis 1973 hatte auch ich davon keine Ahnung. Ich hatte zwar gehört, dass Marihuana Hanf genannt wurde, aber dass das wörtlich gemeint war, wusste ich nicht. Was sie für illegal erklärt haben hieß ja auch "Marihuana" - mexikanischer Slang. Und sie haben es in das amerikanische Gesetz übernommen. Sie haben niemanden gesagt, dass sie Hanf verbieten.“In manchen Ländern ist zumindest Faserhanf legal. Und in Frankreich gibt es diese Frau..., die schon an die 300 Häuser aus Hanf gebaut hat. Aus Hanf und Kalkzement wie die alten Ägypter. Sie mixt Kalk mit dem, was vom Hanf übrig bleibt, wenn die Faser herausgelöst ist. In diesem Zustand macht Hanf etwas ganz erstaunliches: Er wird zu Stein. Ehrlich, er versteinert. Wenn man diesen Hanf mit Kalk mischt, dann kommt etwas heraus, dass fester ist als Zement, aber nur ein Sechstel davon wiegt."
Für diese Hanfhäuser gibt es tausende Vorbestellungen aus ganz Europa. Aber wie so viele andere Cannabisprodukte wird auch dieses durch die Restriktionen für den Anbau des Krauts arg behindert.
Hundert Prozent Hanf sind auch diese Modelle. Vielleicht sind sie nicht gerade aktuelle Mode, aber definitiv ein Hit auf den internationalen Textilmärkten. Dieser Hanf hier kommt aus China, einem der wenigen Länder, das noch Cannabis für Textilien anbaut und in jeder Größe webt. Der Stoff ist deutlich reißfester, wärmer und saugkräftiger als die beste Baumwolle, trotzdem ist Hanf genau so weich und bequem zu tragen. Zusammen mit einer Modefirma aus Melbourne hat der Gerichtsmediziner Katelaris eine Kollektion von Hanfjeans und Streetwear produziert. Ein erster Schritt um die steigende Nachfrage nach Hanfhüllen zu befriedigen.
"Wenn wir den Leuten erklären: Das ist alles aus Cannabis, dann sind die meisten ziemlich schockiert und denken: Cannabis zum Anziehen? Das ist etwas total neues. Keiner weiß, dass sogar Levis-Jeans ursprünglich aus Hanf waren. Genauso gut lässt sich Cannabis als Topdesignerstück, Abendmode oder Alltagskleidung tragen."
"Unsere Sachen kommen sehr sehr gut an. Und der Verkauf läuft sogar sehr sehr sehr sehr gut. Anders gesagt: Wir können gar nicht so viel Hanfstoff beschaffen, wie wir verkaufen können."
Immer wieder also die Frage: Woher den ganzen Hanf nehmen?
In Australiens Südosten sind vor allem viele Baumwollbauern sofort bereit auf Hanf umzusteigen.
In Australiens Südosten sind vor allem viele Baumwollbauern sofort bereit auf Hanf umzusteigen.
"Ich sehe da überhaupt kein Problem das Zeug anzubauen und die Jungs zum mitmachen zu bringen. Wenn du damit drei bis viermal mehr Profit als mit Baumwolle oder Sojabohnen machst, kommen die Leute von selbst auf Hanf."
Die Baumwollindustrie gehört zu den größten Chemiekonsumenten der Welt. Und während die Baumwollprofite schwanken, wächst die Umweltbelastung von Ernte zu Ernte.
"Was diese Pestizidsache angeht, da hat Hanf absolute Vorteile. Viele bewässerte Ernten sind sehr stark von Chemikalien abhängig. Hanf dagegen braucht ganz wenig bis gar keine Chemie. Das finden viele Farmer gut, weil es einerseits die Kosten senkt und andererseits die Chemiebomben auf den Farmen und den Rest der Umwelt reduziert."
"Es gab verschiedene gute Gründe für den Niedergang der Hanfindustrie, aber heute gibt es eigentlich nur noch einen plausiblen Grund: Die althergebrachten Geschäftsinteressen der heutigen Industrien. Sie wollen kein Hanfrevival, weil sie den Wettbewerb mit dem Ökoprodukt scheuen. Synthetikhersteller und Benutzer von nicht erneuerbaren Energien können in so einem Wettbewerb gar nicht mithalten."
Einige meinen, dass es vor allem kommerzielle Interessen waren, die zusammen mit der allgemeinen Angst vor Drogen zum Verbot der Pflanze führten. Nach jahrelanger rückläufiger Produktion hatte die Cannabisindustrie Mitte der dreißiger Jahre mit neuen effektiveren Maschinen zu einem Hanfcomeback angesetzt. Die Zeitschrift "Popular Mechanics" prophezeite dem Hanf eine große Zukunft als Milliarden-Dollar-Kraut. Als Basis für tausende von Arbeitsplätzen und eine breite Produktpalette von Dynamit bis Plastik.
"Wir wissen, dass eine Maschine erfunden wurde, die für den Hanf genauso revolutionär war wie die Entkörnungsmaschine für die Baumwolle. Als die erfunden war, wurde die Baumwolle von der teuersten Faser der Welt, die nur Reiche trugen, zur billigsten Faser, die heute jeder trägt. Wenn nun diese umwerfende Maschine gerade erfunden war, warum wurde Hanf dann zwei Monate später verboten? Stellt sich doch die Frage, ob es da einen Zusammenhang gibt."
Manche sehen da eine klare Verbindung. Zu dieser Zeit machte der Chemiegigant Dupont mit Chemikalien zur Papierherstellung aus Holz. Außerdem investierte er kräftig in die Perfektionierung von Synthetikfasern, die Naturfasern in Textil- und Seilwerkindustrie völlig ersetzen sollten. Eine wiederauferstandene Hanfindustrie hätte die erwarteten Gewinne erheblich geschmälert.
"Dupont kam mit Nylon heraus und Nylon wurde eine große Sache. Sie haben alles daraus hergestellt. Verkauft haben sie es als synthetischen Hanf und den gab es nur bei Dupont. Sie hatten das Weltmonopol für den Stoff und die Welt liebte Nylon."
Dupont hätte sein Marktmonopol niemals halten können, ohne den Bankier der Firma, Andrew Mullen, nebenbei Besitzer der fünftgrößten Bank Amerikas. Er hat Dupont nicht nur Millionen Dollar geliehen, er war auch Chef des US-Finanzministeriums. In dieser Funktion ernannte er den Mann zum Chef der Bundesbetäubungsmittelbehörde, der den härtesten Feldzug gegen Hanf führte: Harry Anslinger. Rein zufällig war Mullen nicht nur Anslingers Boss sondern auch ein Verwandter, weil Anslinger seine Nichte geheiratet hatte. Dieses auffällige Zusammenspiel der Interessen bietet Stoff für interessante Spekulationen.
"Ich kann diese Leute regelrecht hören, wie sie sagen: Mensch lasst uns Gesetze gegen Marihuana machen. Ich meine, wenn die nicht gewusst haben, wer ihr Hauptkonkurrent ist und wer garantiert keine Dupont-Chemikalien kaufen würde, dann wären sie ziemlich beschränkt gewesen, so blöd, dass sie eine Blamage auf jeder Vorstandssitzung gewesen wären. Also haben sie die Konkurrenz ausgeschaltet und das war der Hanf."Die Überzeugung, dass hinter dem Hanfverbot vor allem kommerzielle Interessen standen stützt sich auch auf einen weiteren Sinneswandel in der US-Regierung fünf Jahre später. Während des Zweiten Weltkriegs, als die Nylonindustrie noch in den Kinderschuhen steckte, beklagte Amerika plötzlich einen akuten Mangel an Tauwerk. Und die Regierung rief Farmer lautstark zum Anbau des gerade erst dämonisierten Hanfs auf.
"Hanf für Tauwerk! Hanf für Takelage! Hanf als Schuhbänder für Millionen amerikanischer Soldatenstiefel! Hanf für unsere Fallschirmspringer! Hanf für den Sieg!"Bei Kriegsende wurde Hanf nicht mehr gebraucht. Jetzt wurde dem Militär der Kampf gegen seinen bisherigen Alliierten befohlen.
"Marihuana ist ein Unkraut und verbreitet sich wie Brennnessel, wenn es einmal keimt! Aber die Truppe mit den Flammenwerfern hat die Situation voll im Griff."Mit solchen Aktionen begann der heutige Krieg gegen Marihuana. Harry Anslinger hat ihn bis in die Vereinten Nationen hinein geschürt. Als amerikanischer Repräsentant im UN-Drogenkomitee berief er reihenweise Tagungen zum weltweiten Verbot der Pflanze ein.
"In den USA bekommt kaum jemand Unterstützung von der Regierung, wenn er keinen Plan zur Ausrottung von Hanf hat. Nehmen wir das Beispiel Bangladesh: Bang heißt übersetzt Marihuana. Bangladesh heißt "Marihuanalandbewohner". Und wir sind da unter einem politischen Vorwand hin und haben sämtliche Hanffelder niedergemacht. Alles was diese Hügel zusammengehalten hat. Und plötzlich wurde das ganze Land überflutet. Das ist doch Wahnsinn! Rassenmord an einer Pflanze."
Das Verbot hat Marihuana per Gramm teurer als Gold gemacht. Weltweit ist es das Multimilliarden-Dollar-Kraut für kriminelle Imperien geworden.
"Die ganze Szene wäre überglücklich, wenn wir THC freien Hanf und Marihuana als zwei verschiedene Sachen sehen könnten. Aber die amerikanische Regierung sieht nicht ein, dass man diese Pflanze ohne Drogengehalt anbauen kann. Da können wir Papier und Kleidung aus Hanf machen, die Farmer können gutes Geld machen. Wir können eine ganze Industrie um den Hanf herum haben, ohne jedes THC, ohne einen einzigen Joint. Aber sie erlauben uns diese Unterscheidung nicht und deshalb ist für mich offensichtlich, dass THC nur ein Vorwand ist, in Wahrheit geht es um den Hanf."
"Wir haben noch keine einzige Antwort auf das Waldsterben. Keine einzige Alternative zum weltweiten Kahlschlag. Eine Gruppe sagt: Hört auf Bäume zu fällen! Die andere sagt: Fällen wir sie alle! Dabei ist es doch ganz einfach: Baum ist Faser, Hanf ist Faser, und Hanf ist die viel bessere Faser."
"Also, wenn Hanfprodukte, wie Papier, Faser und Ethanol vernünftig vermarktet werden, dann sehe ich Cannabis klar als das Milliarden-Dollar-Kraut für die Jahrtausendwende."
- ENDE -
Billion Dollar Crop - The history and advantages of hemp as an industrial fiber.
Directed by Barbara Ann Chobocky
Produced with Michael Cordell and Jeffrey Bruer
This surprising video explains the environmental interest in the non-drug variety of hemp as a versatile industrial fiber, and documents the history of its prohibition.
Backed by years of worldwide research, BILLION DOLLAR CROP exposes the political and industrial manipulations, which outlawed one of the most valued plants in history.
Hemp once provided the paper on which US banknotes were printed, the cloth for the original Levi jeans, as well as the sails and rigging of ships. During World War II it was of such strategic importance that the US Government encouraged farmers to convert to hemp cultivation.
BILLION DOLLAR CROP shows how the recently developed, non-drug variety of hemp is being researched and cultivated internationally because of the plant's versatile qualities and environmental friendliness. This program takes the audience on a world tour from Australia to the United Kingdom, and from The Netherlands to France and the US. It illustrates how hemp is being cultivated as an industrial fiber for use as an alternative to wood for paper production, to cotton for clothes, and to plywood for construction. We all benefit, especially our forests and topsoil.

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